Arequipa – Zwischen Streetfood und den etwas anderen Glücksbringern

Manchmal entscheidet das Schicksal für uns.

In Arequipa angekommen ging es mit dem Taxi direkt zum Hotel. Hier konnten wir auf der Dachterrasse entspannt in den Tag starten. Jetzt brauchten wir nur noch einen Plan, wie wir zum Colca Canyon kommen und welche Tour wir machen wollen. Als uns Franzi, ein Mädel aus Deutschland, ansprach stellte sich raus, dass sie und ihre Freundin Livia genau die Tour mit Johselm gebucht hatten, die wir aufgrund des hohen Preises absagten. Als wir dann auch noch hörten, dass zwei weitere Teilnehmer abgesprungen sind, kam es uns wie Schicksal vor und wir entschieden uns mit den beiden Mädels auf die Tour zu gehen. Wir sollten es nicht bereuen…

„Vielleicht sollten wir manchmal das tun,
was uns glücklich macht und nicht das,
was vielleicht am Besten ist.“

Arequipa breitet sich vor dem grandiosen Panorama von Vulkankegeln aus und das Zentrum gehört seit 2000 zum Unesco-Weltkulturerbe. Gut eine Millionen Menschen leben heute überwiegend vom Handel und von der Landwirtschaft im Tal des Rio Chili.  

Mittags kam Johselm ins Hotel um sich mit den Mädels zu einer privaten Stadtführung zu treffen. Die Gelegenheit nutzten wir um alles klar zu machen und uns direkt anzuschließen.
In Arequipas grünem Zentrum, am Plaza de Armas, erstrahlt die frisch sanierte Iglesia „La Compania“. Diese gab mit den Vulkanen Chachani und Misti im Hintergrund ein wunderschönes Panorama ab. Ein paar Straßen weiter besuchten wir ein kleines Kloster und gelangten vom Ausgang direkt zur großen Markthalle. Hier konnten wir alles bestaunen, was das Land an regionalen Früchte- und Gemüseorten, Fleisch und Fisch und sonstigen kuriosen Dinge anzubieten hat. In der Kräuter- und Hexenabteilung konnte man sich ausreichend mit Coca in sämtlichen Formen eindecken und wir wunderten uns über die zum Verkauf angebotenen Lamaföten. Sie werden bei neuen Häusern ins Fundament mit eingebaut und sollen den Bewohnern Glück bringen und sie vor Leid bewahren. Andere Länder, andere Sitten.
Weiter ging es zu den bunten Saftständen, hier ließen wir uns „Jugo’s“  in den verschiedensten Variationen zubereiten. Nach dem Frischekick verabschiedeten wir uns von Johselm und gingen zum Abendessen. Zuvor mussten wir uns aber erstmal durch die vollen Gassen kämpfen. Da Halloween war, herrschte Ausnahmezustand und die halbe Stadt befand sich verkleidet, betrunken und völlig ausgelassen auf der Straße. Wir waren sehr überrascht, wie exzessiv Halloween in Peru gefeiert wird.
Im nicht ganz preiswerten Restaurant „Zig Zag“ sollte es die besten Fleischgerichte der Stadt geben. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir staunten nicht schlecht, als Andi von der Kellnerin erstmal ein Papierlätzchen umgehängt bekam. Auf einem extrem heißen Lavastein wurden die drei Fleischvariationen Lamm, Rind und Lama serviert und es brutzelte munter vor sich hin.

Noch in der Nacht machten wir uns auf Richtung Schlucht des Rio Colca.
Mehr zu unserer Tour durch den Colca Canyon findet ihr hier.
https://anti-itchyfeet.com/portfolio/colca-canyon-den-condoren-so-nah

Nach unserer Rückkehr gab es ein fröhliches Wiedersehen mit Jessica und Anja in unserem Hotel. Wir erzählten von den letzten Tagen und tauschten Tipps für die weitere Reise aus. Da wir den Tag nicht einfach so verstreichen lassen wollten, beschlossen wir, das Kloster „Santa Catalina“ zu besuchen. Eine komplette kleine Stadt mit verwinkelten Gassen, winzigen Gärten und Andachtstuben. Ein kleiner Teil wird heute noch immer von dominikanischen Nonnen bewohnt. Da sich die Anlage über 20.000 qm erstreckt, sollte man für einen Besuch genügend Zeit einplanen.

Am Abend nahmen wir den Nachtbus nach Cusco und freuten uns auf den Besuch von Machu Picchu.

Es grüßen aus der Ferne,
Tina und Andi von Itchy Feet

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