Puno – Die schwimmenden Inseln

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Von Cusco aus erreichten wir nach einer siebenstündigen Nachtfahrt Puno um 5 Uhr morgens. Wir ließen uns mit dem Taxi direkt zu unserem Gästehaus bringen und hofften, dass so früh schon jemand wach war. Im Nachthemd und leicht verschlafen aber mit einem Lächeln im Gesicht öffnete uns Consuela die Tür. Nach einer kurzen Begrüßung konnten wir es uns im Wohnzimmer gemütlich machen und nochmal die Augen schließen. Einen gefühlten Augenblick später wurden wir vom Kaffeeduft geweckt und wir bekamen ein super Frühstück, wie wir es in ganz Peru noch nicht erlebt hatten.

Nachdem wir uns einen Überblick darüber verschafft hatten, was wir hier alles unternehmen wollten, ließen wir uns zwei Touren von Edgar buchen und verzogen uns erst mal in unser Zimmer. Am Himmel zogen nur leider auf einmal sehr dunkle Wolken auf und es fing wie aus Eimern an zu schütten. Da Tina mit einer Erkältung kämpfte und ihr Margen ganz schön grummelte, hielten wir es für keine gute Idee den Tag im Regen zu verbringen und so gönnten wir uns etwas Ruhe und verbrachten den Tag im Bett. Da wir auch nicht groß gewillt waren das Haus für heute zu verlassen, ließen wir uns am Abend ein ausgezeichnetes Essen zubereiten.

Am nächsten Morgen wurden wir mit strahlend blauem Himmel und Sonne geweckt und so stand unserem Ausflug zu den „Floating Islands“ nichts im Wege. Diese aus Schilf schwimmenden Inseln liegen inmitten des Titicacasees und werden von den Nachfahren der von den Inka nicht bezwungenen Uros bewohnt. Auf einer dieser kleinen Inseln wurden wir in die Baukunst und das damit verbundene Leben eingewiesen. Weiter ging es mit dem Boot zur „Isla de Taquile“. Auf der Insel angekommen verspürte man sofort ein mediterranes Flair. Hier läuft man an uralten Terrassenanlagen mit grünem Ackerland vorbei und gelangt nach dreißig Minuten oben auf dem Dorfplatz. Von hier aus kann man den Blick über den Titicacasee schweifen lassen und in der Ferne auf das auf uns wartende Bolivien blicken. Auf der anderen Seite ging es nun wieder bergab Richtung Wasser. In einem kleinen Restaurant mit einem wunderbaren Panorama über den See gab es nun endlich den heiß ersehnten frischen Fisch für uns. Hier bekamen wir eine weitere Geschichtsstunde zu den Einwohnern und deren Tradition auf die hier noch viel Wert gelegt wird. So kann man an den Hüten der Männer praktischerweise gleich erkennen, ob sie verheiratet sind oder nicht :). So erspart sich Frau jede Menge Enttäuschungen und Ärger.  

Mit dem Boot schipperten wir wieder zurück nach Puno und dem damit verbundenen Ende in Peru.

Es grüßen aus der Ferne,
Tina & Andi von Itchy Feet

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