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Schlaf Riese, schlaf!

Bevor unsere Patagonientour in Santiago de Chile enden sollte, lautete der letzte Stopp Pucon. Dieses überlaufene Touristenörtchen liegt auf der chilenischen Seite und hat mit der Ruhe und Natur Patagonien nichts mehr gemein. Jede Straße ist gesäumt mit Hotels und Restaurants sowie Tourenanbieter für die Besteigung des Vulkans „Villarrica“. Dieser erhebt sich nahe Pucon mit seiner weißen Spitze empor und wir blickten mit Ehrfurcht zum Gipfel. Es war gerade mal ein ¾ Jahr her, dass er seine glühende Lava gen Himmel spuckte und die Asche alles ins Dunkle tauchte. Da wir jedoch nicht jeden Tag in dieser Ecke der Welt verweilen, wollten wir uns eine Besteigung des „Villarricas“ nicht entgehen lassen. Wir gingen mit einem Kribbeln im Bauch ins Bett und waren gespannt, was der kommende Tag für uns bereithalten sollte.

„Es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.“
– Nelson Mandela –

Am frühen Morgen verstauten wir Helm, Eispickel und Gasmaske im Van und machten uns auf den Weg zum Fuße des Vulkans. Immer darauf bedacht jedes Beben des Berges zu spüren, blickten wir mit einem mulmigen Gefühl in Richtung Krater. Zu unserer Überraschung verteilen sich am unteren Hang unzählige Skilifte, die den Villarrica zu einem der größten Skigebiete Chiles machen.
Ein kleiner Sessellift brachte uns an die Schneegrenze und von hier aus begann unser Aufstieg. Mit dem Eispickel fest im Griff ging es auf ausgetretenen Wegen im Zickzack durch den Schnee in Richtung Spitze. Gute 3 Stunden stiegen wir mit geschätzten 100 anderen Bergsteigern empor und waren immer darauf bedacht nicht aus der Spur zu treten. Ein falscher Schritt hätte zu einer unverhofften Rutschpartie geführt.

Auf einem kleinen Plateau unterhalb des Kraters legten wir unsere Ausrüstung ab und zogen unsere Kraterbesteigungsschutzkleidung an. Mit zusätzlichen Stoffschichten und den Gasmasken ging es die letzten Meter hinauf und wir konnten einen ersten Blick wagen. Wer nun jedoch die Sicht auf den vermeintlichen Lavasee erhoffte, wurde leider enttäuscht. Es eröffnete sich eine gelb-grüne Steinlandschaft, die von dichten Schwefelwolken umspielt wurde. Da wir nicht die einzigen Bezwinger des Kraters waren, machten wir ein paar Fotos und gingen zu dem spaßigen Teil des Abenteuers über. Wo wir beim Aufstieg einen unverhofften Abgang vermeiden wollten, hieß es beim Abstieg: „Ab geht die Fahrt! – Huiiiiiiiii“. Wir setzten uns auf unseren Hosenboden und rutschten den Berg in einem Affentempo hinunter. Nach guten 20 Minuten waren wir an unserem Ausgangspunkt angelangt und machten uns auf den Weg zurück nach Pucon.

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Pucon – Dance on the Volcano

Pucon was our last stop before our tour through Patagonia should end in Santiago de Chile. This crowded tourist village is located on the Chilean side and has nothing in common with the peace and nature of Patagonia. Every street is lined with hotels and restaurants and tours for the ascent of the volcano „Villarrica“. It rises up near Pucon with its white tip and we looked to the summit with reverence. It was just a ¾ year ago that he spat his glowing lava skyward and ash plunged everything into darkness. However since we do not spend every day in this corner of the world, we did not want to miss an ascent of „Villarrica“. We went to bed with a butterflies in your stomach and were wondering what the next day would have in store for us.

In the early morning we stowed helmet, ice ax and gas mask in the van and made our way to the foot of the volcano. Always anxious to feel every tremor of the mountain we looked with a mixed feeling to the crater. To our surprise countless ski lifts spread on the lower slopes that make the Villarrica to one of the largest ski resorts in Chile.
A small chairlift took us to the snow line and from here our ascent began. With the ice ax firmly under control we went on the trodden path zigzags through the snow towards the tip. We went three hours with 100 other climbers up and had to take care not to step out of the track. One false step would lead to a windfall glissade.

We removed our equipment on a small plateau below the crater and put on our climbing crater protective clothing. With additional material layers and gas masks we went up the last few meters and we could venture a first view. Who hoped to see a lava lake was sadly disappointed. It opened up a yellow-green stone landscape which was encircled by dense clouds of sulfur. Since we were not the only conquerors of the crater, we took some pictures and went to the funny part of the adventure. Where we wanted to avoid an unexpected departure during the ascent, it was on the way down, „Hell of a ride! – Huiiiiiiiii „. We sat on our pants and slid the mountain down in a breakneck speed. After 20 minutes we arrived at our starting point and made our way back to Pucon.

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