Button_back

Weißes Gold so weit das Auge reicht

Im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3.653 Metern liegt der „Salar de Uyuni“. Mit mehr als 10.000 Quadratkilometern ist dieser die größte Salzpfanne der Erde. Der See beherbergt so gut wie keine Lebewesen, nur einigen in Südamerika vorkommenden Flamingo-Arten bietet er einen Brutplatz.

Pünktlich um 11 Uhr verstauten wir die Backpacks auf den Dächern der Landcruiser und starteten in die folgenden drei Tage. Mit Valentina und David aus Italien sowie Jeannette und Jan aus den Niederlanden hatten wir genau die richtigen Begleiter in unserem Auto, und wir freuten uns sehr auf das, was kommen sollte.

Kurz außerhalb der Stadt Uyuni befindet sich ein alter Lokomotivenfriedhof. Die alten Loks und Wagons wurden früher für den Transport von Mineralien und Salz verwendet und verrotten nun vor sich hin. Wenn man sich die Scharen von Touristen anschaut, die auf dem Stahl herumklettern, könnte man denken, hier befindet sich ein riesiger Spielplatz für Erwachsene. Hier bekamen wir einen ersten Eindruck von den vielen Touristen, die täglich zu der Salzwüstentour aufbrechen.

Nach einer kurzen Fahrt über noch befestigte Straßen sahen wir die Salzwüste in der Ferne schimmern. Der erste Eindruck war jedoch sehr ernüchternd. Durch die angrenzende Staublandschaft wirkte die weite Fläche nicht so strahlend weiß, wie man es eigentlich erwartet hatte. Zum Glück änderte sich dies nach unserer Mittagspause. Nach einer guten Stunde Fahrt hielten wir in der Mitte der Salzwüste an. Um uns herum war nichts außer dem weißen Gold – Tinas kleines Paradies. Wir nutzen die Chance um ein paar „wir laufen in die Pringles-Dose“ Bilder zu machen und fuhren dann weiter zur „Isla Incahuasi“. Hier stehen tausende große Kakteen, die mehrere hundert Jahre alt werden können. Der älteste ist vergangenes Jahr umgefallen und wurde ca. 850 Jahre alt. Da Andis Mütze nicht nur einmal von seinem Kopf geweht wurde, ging es nach einer kurzen Inselerkundung weiter zu unserem Nachtlager. In San Juan wurden wir in einem Salzhotel untergebracht. Es steht zwar mitten im Grünen und sieht von außen nicht danach aus, aber im Inneren besteht es vollständig aus Salz. Egal ob Tische, Stühle, Betten oder Wände, alles musste Andi vor Tina beschützen.

Nachdem sich der erste Tag hauptsächlich um die Salzwüste drehte, sollte sich das Terrain am zweiten Tag ändern. Wir starteten sehr früh und erreichten nach einer längeren Strecke durch Staub und Geröll die erste von vier Lagunen. Mitten im Nirgendwo erstrahlen diese Seen in den verschiedensten Farben und werden bevölkert von hunderten Flamingos. Diese ernähren sich von den vielen Mineralien im Wasser und erhalten dadurch ihre pinke Farbe. Es ist wundervoll zu sehen, wie diese Geschöpfe in einer recht feindlichen Umgebung leben und diesen Ort zu einem außergewöhnlichen Platz machen.

Der zweite Abend entwickelte sich schnell zu einer Schlacht der Länder. Nachdem jeder seine verbliebenen Reste an Alkohol, Keksen und Chips in die Runde geworfen hatte, versuchten wir beim Bolivia Poker die anderen Pärchen zu besiegen. Es wurde gelacht, gejohlt und geschrien und so unterhielten wir das gesamte Hotel.

Da wir an unserem letzten Tag einiges an Kilometern zurücklegen mussten, hieß es für uns früh raus und ab ins Auto. Von weitem sahen wir die aufsteigenden Rauchschwaden der nach Schwefel stinkenden „Gyseres Sol de Mañana“. Mit der aufsteigenden Sonne streiften wir durch die mystische Szenerie und um uns herum rauchte und blubberte es. Die vulkanische Aktivität in dieser Region sorgte darüber hinaus für ein entspannendes Bad in einer der Thermalquellen. Nach der tagelangen Autofahrt im Jeep war dies eine Wohltat für den Körper.

Zum Abschluss erreichten wir die Laguna Verde. Dieser See wurde im Laufe unseres Aufenthalts nach und nach grün. Dies geschieht auf Grund von Mineralien, die sich vom Boden des Sees lösen und das Wasser grün färben. Von hier ging es zum Grenzübergang nach Chile, wo sich unsere Wege leider trennten. Für uns ging es mit dem Bus weiter nach San Pedro de Atacama, wo eine neue Vegetation und ein neues Land auf uns warteten.

Button_back

Salar de Uyuni

White gold as far as the eye can see

In the southwest of Bolivia at an altitude of 3,653 meters there is the „Salar de Uyuni“. With more than 10,000 square kilometers this is the largest salt pan of the earth. The lake is home to no living being, it provides a breeding ground only to some flamingo species occurring in South America.

At 11 o’clock we stowed the backpacks on the roofs of the land cruiser and launched in the next three days. With Valentina and David from Italy and Jeannette and Jan from the Netherlands we had exactly the right companion in our car and we were delighted at what was coming. There is an old cemetery for locomotives outside of the town Uyuni. The old locomotives and wagons were used for transporting minerals and salt and are rotting now. If you look at the crowds of tourists climbing the steel, you might think it is a huge playground for adults. Here we got a first impression of the many tourists who leave to the salt desert tour daily.

After a short drive on paved roads we saw the salt desert glimmering in the distance. However the first impression was very sobering. The wide area did not seem as white as anyone had expected because of the adjoining dust landscape. Fortunately this changed after our lunch break. After an hour drive we stopped in the middle of the salt desert. All around us there was nothing but the transfer gold – Tina’s little paradise. We used the opportunity to take a few „we walk in the Pringles box“ pictures and then went on to „Isla Incahuasi“.
Here are thousands of large cacti that can be several hundred years old. The oldest one fell over last year and was about 850 years old. As Andi’s hat was often wafted from his head, it was a short island exploring and we went to our camp for the night. In San Juan we were housed in a salt hotel. Although it is surrounded by greenery and does not look like salt from the outside, but inside there is everything made of salt. Whether tables, chairs, beds, or walls, Andi had to protect everything from Tina.

After the first day was about the salt flats mainly, the terrain should change the second day. We started very early and reached the first of four lagoons after a long way through dust and rubble. In the middle of nowhere these lakes glisten in various colors and are populated because of hundreds of flamingos. These feed on the many minerals of the water and so they get their pink color. It is wonderful to see how these creatures live in a fairly hostile environment and make this place to an exceptional place.

The second evening turned into a battle of the countries quickly. After everyone had thrown his remaining remnants of alcohol, biscuits and chips in the round, we were trying to defeat the other couples at the Bolivia poker. There was laughter and hooted and so we chatted the whole hotel.

Since we had to travel a lot of kilometers on our last day we had to get up early. We saw the rising noise of calves reeking of sulfur „Gyseres Sol de Mañana“ from a distance. In the rising sun we wandered through the mystical scenery and around us it was smoking and bubbling. The volcanic activity in this area brought us a relaxing bath in one of the thermal springs. After the day-long drive in a jeep this was a treat for the body.

Finally we reached the Laguna Verde. This lake got green in the course of our stay gradually. This happens due to the minerals coming off the bottom of the lake and coloring the water green. From here we went to the border crossing to Chile where our ways parted unfortunately. We took the bus to San Pedro de Atacama where a new vegetation and a new country were waiting for us.

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: