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Auf der Suche nach Puma, Cayman und Co.

Im nordwestlichen Teil des südamerikanischen Binnenstaates Boliviens liegt der Madidi Nationalpark. Er zählt zu den Orten mit der weltweit größten Artenvielfalt. Mit einer Fläche von 18.958 Quadratkilometern erstreckt sich der Nationalpark von den östlichen Ausläufern der schneebedeckten Aden-Kordillere bis in den westlichen Teil des Amazonas-Flussgebietes.

Am Rande des Nationalparks im Norden Boliviens liegt der „Serere“, ein von Flüssen überschwemmtes Waldgebiet. Er trägt einen großen Teil zur Erweiterung des Madidi Nationalparks bei und ist ökologisch von herausragender Bedeutung. Dieses Privatland ist Eigentum von „Madidi Travel“ und bot uns somit den exklusiven Zugang zu einer äußerst artenreichen Flora und Fauna.

Mit dem Boot glitten wir zusammen mit unseren beiden Mitreisenden Debbie und Laura über den Rio Beni und erreichten nach ca. zwei Stunden den Serere. Da der Wasserstand sehr niedrig war, wurden wir durch ein 3 Meter breites Schlammfeld von unserer Anlegestelle getrennt. Mit allem, was der kleine Motor hergab, rauschten wir auf das Ufer zu und kamen dann doch mit sauberen Füßen an Land an.

Von der Anlegestelle ging es 30 Minuten durch den Dschungel und wir erreichten den Dreh und Angelpunkt von Madidi Travel. Das große Holzhaus steht direkt am See „Lago San Fernando“ und beherbergt viele Tiere. Die vom Baum kreischenden Aras, die Bananen klauenden Affen und die wild umherspringenden Tapire gaben einen ersten schönen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Nach dieser freudigen Begrüßung bezogen wir unsere Cabanas und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die geräumigen Hütten sind nur von Moskitonetzen umgeben und durch die unglaubliche Geräuschkulisse hat man das Gefühl unter freiem Himmel zu schlafen. In der Nacht kann man die Glühwürmchen umherschwirren sehen und hört die Affen und Tapire, die ums Haus schleichen.

In den kommenden Tagen gingen wir mit unserem Guide Rene auf Entdeckungsreise durch den tiefen Dschungel. Egal, ob mit dem Kanu über die verschiedenen Seen oder kriechend durchs Unterholz, wir bekamen einen sehr interessanten Einblick in das Leben und die Geheimnisse des Dschungels. Mit Rene hatten wir einen absoluten Spezialisten an unserer Seite. Er erspähte Tiere, die wir niemals im Dickicht erblickt hätten und gab uns eine Einweisung in die hohe Kunst die Heilkunde und das Überleben im Dschungel.
Während einer Mittagspause am „Lago Isla“ hatten wir die Möglichkeit den gefräßigen Piranhas etwas näher zu kommen. René packte für jeden eine kleine Angelschnur und ein Kilo Fleisch aus und wir versuchten unser Glück eines dieser kleinen Biester zu fangen. Nachdem der erste Piranha am Haken war, staunten wir nicht schlecht, als wir die scharfen Beißerchen im Maul begutachteten. Leider ist an den Dingern nicht viel dran und so fiel der Fischanteil beim Abendessen etwas geringer aus.

An unserem zweiten Abend gingen wir mit unseren Taschenlampen auf die Suche nach Kaymanen. Mit dem Kanu fuhren wir das Ufer entlang und warteten gespannt auf das Aufleuchten der roten Augen. Es dauerte nicht lange und wir erspähten die ersten kleineren Exemplare. Es ist schon ein wenig unheimlich, wenn man diese Geschöpfe nur mit dem Kopf aus dem Wasser hervorragen sieht und sie jeden Moment zuschnappen könnten.

Nach drei Tagen ging es für uns wieder zurück in die Zivilisation. Leider hatte der Fluss weiter an Wasser verloren und wir kamen nicht drumherum durch den tiefen Schlamm zu laufen. Zur Freude von Andi hingen wir bis zu den Knien in dem Brei.

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Madidi National Park

Looking for Puma, Cayman and Co.

In the northwestern part of the South American country of Bolivia there is the Madidi National Park. It is one of the places with the world’s greatest biodiversity. The national park covers the eastern foothills of the snowcapped Cordillera Aden to the western part of the Amazon river system With an area of 18,958 square kilometers.

On the edge of the national park in the north of Bolivia there is the „Serere“, a flooded rivers strewn area. It contributes a large part to the expansion of the Madidi National Park and is of big importance ecologically. This private land is the property of „Madidi Travel“ and therefore it offered us an exclusive access to an extremely rich variety of flora and fauna.

We glided along by boat with our two traveling companions Debbie and Laura on the Rio Beni and reached Serere after about two hours. Since the water level was very low, we were separated by a 3-meter-wide muddy pitch from our dock. With everything that the small motor got we rushed to the shore and arrived with clean feet onshore.

From the dock it was 30 minutes through the jungle and we reached the linchpin of Madidi Travel. The large wooden house is right on the lake „Lago San Fernando“ and it is home to many animals. The screeching of the tree Macaws, the banana thieving monkeys and the wildly leaping tapirs gave a beautiful first foretaste of the coming days. After this joyful greeting we moved into our Cabanas and could not stop being amazed. The spacious cabins are surrounded only by mosquito nets and the incredible noise made you feel like sleeping under the open sky. At night you can see the fireflies buzzing around and listen to the monkeys and tapirs sneaking around the house.

In the coming days we went on an expedition through the deep jungle with our guide Rene. Whether by canoe on the various lakes or creeping through the undergrowth, we got a very interesting insight into the life and secrets of the jungle. With Rene we had an absolute specialist on our side. He spotted animals that we would have never seen in the thicket and gave us an introduction to the fine art, the healing and survival in the jungle.
During a lunch break at „Lago Isla“ we had the opportunity to come the voracious piranhas a bit closer. René grabbed a small fishing line and a kilo of meat for everyone and we tried our luck to catch one of these little beasts. After having caught the first piranha we were amazed when we surveyed the sharp pearl teeth in its mouth. It is a pity that there is not much on them and the fish portion during dinner was slightly lower.

On our second night we searched for caymans with our flashlights. We drove along the shore by canoe and waited for the illumination of the red eyes anxiously. It did not take long until we spotted the first small ones. It’s a little scary when you only see the head protruding from the water and they could snap at any moment.

After three days it was back to civilization again for us. Unfortunately the river had continued to lose water and we had to pass through the deep mud. To the delight of Andi we hung down in the slurry to our knees.

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