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Unser Weg zum Schicksalsberg

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht, Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein. Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun, Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron. Im Lande Mordor, wo die Schatten drohen.

„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden –
im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.“

Mit dem Ring-Gedicht auf den Lippen machten wir uns auf den Weg. Der Vulkan ragte schon von weitem drohend in der Landschaft und wir schritten ehrfürchtig zum Fuße. Was für ein beklemmendes Gefühl musste es für den Ringträger sein, seine drohende Bestimmung aus der Ferne näher kommen zu sehen. Die karge Landschaft und die gefährliche Umgebung immer im Blick.

Über erkaltetes Lavagestein beginnen wir mit dem Weg in Richtung Schicksalsberg. Lediglich kleine Büsche und zarte Blümchen säumen den Boden neben dem Weg und zeigen das Wiederaufleben der Natur nach dem letzten Ausbruch im Jahr 2012.

Mit dem letzten Schritt des steilen Aufstiegs eröffnete sich uns der Blick auf die weite Hochebene Gorgoroth. Sie ist umschlossen von den Vulkanen Mt. Ngauruhoe, Red Crater und Mt. Tongariro und in unseren Köpfen entstand sofort das Bild von abertausenden Orks, die am Fuße des Schicksalsbergs ihr Lager aufgeschlagen haben, um sich auf die Schlacht mit dem verbleibenden Heer Gondors vorzubereiten.

Wir durchschritten Gorgoroth und stiegen auf den Red Crater, dem höchsten Punkt der Wanderung. Von hier hatten wir einen unglaublichen Blick über die gesamte Vulkanlandschaft. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir uns kaum sattsehen und genossen den Anblick in vollen Zügen.

An dieser Stelle sollte gesagt sein, dass diese Wanderung nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Wir haben viele Berichte von anderen Reisenden und Neuseeländern erzählt bekommen, die von widrigsten Bedingungen berichtet haben. Das Wetter kann speziell hier im Vulkangebiet sehr schnell umschlagen und es sind schon einige leichtsinnige Touristen nicht lebend zurückgekehrt. Bei unserem fassungslosen Anblick von jungen Touristen in Flipflops und Hotpants wunderten uns diese Geschichten in keinerlei Hinsicht. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es sich hier um eine aktive Vulkanlandschaft handelt und es sehr schnell zu unvorhergesehenen Bedingungen kommen kann.

Der Weg vom Red Crater hinab zu den Smaragdseen „Emerald Lakes“ war für uns mit viel Spaß verbunden, für andere Wanderer eher eine Herausforderung. Der Untergrund besteht aus einem sehr losen Gemisch aus Sand und Asche und wird zu einer wahren Rutschpartie. Die Smaragdseen entstanden durch Minerale, die aus den umliegenden Felsen ausgelaugt wurden und verursachten so die Farbe der Seen. Hier steigt einem leichter Schwefelgeruch in die Nase, der dafür sorgte, dass wir uns nicht lange aufhielten und weiter Richtung Blue Lake zogen. Dieser See besteht aus saurem Wasser und markiert den Beginn des Abstiegs. Von hier geht es Richtung Ketetahi Hütte, von der wir einen tollen Ausblick auf den Lake Taupo genießen konnten. Den Rest des Weges schlugen wir uns durch dichten Urwald der am Parkplatz endete. Dies war der Abschluss unserer Wanderung und wir gelangten mit unserem Shuttle – der uns morgens schon zum Ausgangspunkt brachte – wieder zurück zum Tongariro Basecamp. Hier gönnten wir uns das „Finisher-Bundaberg“ unser australisches Nationalgetränk von Neuseeland. :)

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Tongariro Crossing – Our way to Mount Doom

Three Rings for the Elven-kings under the sky, Seven for the Dwarf-lords in their halls of stone, Nine for Mortal Men doomed to die, One for the Dark Lord on his dark throne In the Land of Mordor where the Shadows lie.

„One Ring to rule them all, One Ring to find them,
One Ring to bring them all and in the darkness bind them
In the Land of Mordor where the Shadows lie.“

We set offwith the ring poem on the lips. The volcano stood out from afar in the landscape and we walked to the footawkwardly. It had to be a frightening feeling for the ring bearer to see his threatening destiny coming closer from a distance. The barren landscape and the dangerous environment always in view.

Over cold lava rock we begin with the way towards mount doom. Only small bushes and delicate flowers line the ground beside the path and show the resurgence of nature after the last outbreak in 2012.

With the last step of the steep ascent, we were gazing at the wide Gorgoroth. It is surrounded by the volcanoes of Mt Ngauruhoe, Red Crater and Mt Tongariro. In our heads the image of thousands of orcs appearedwho set up their camp at the foot of the Mount of Fate where they prepared for the battle with the remaining army of Gondor.

We crossed Gorgoroth and climbed the Red Crater, the highest point of the hike. From here we had an incredible view over the entire volcano landscape. In bright sunshine we could hardly look at each other and enjoyed the sight to the fullest.

At this point it should be said that this hike should not be taken lightly. We heard many reports from other travelers and New Zealanders who reported the most adverse conditions. The weather in the volcano area can change very quickly and there are already some light-hearted tourists who had not come back alive. At our stunned sight of young tourists in flipflops and hotpants, these stories did not surprise us in any way. Everyone should be aware that this is an active volcanic landscape and that unforeseen conditions can occur very quickly.

The route from the Red Crater down to the emerald lakes „Emerald Lakes“ was a lot of fun, for other hikers rather a challenge. The underground consists of a very loose mixture of sand and ash and becomes a true slide. The Emerald Lakes were created by minerals, which were leached from the surrounding rocks and thus caused the color of the lakes. Here a light sulfur odor rises in the nose, which made sure that we did not stay and went in the direction of Blue Lake. This lake consists of acid water and marks the beginning of the descent. From here head towards Ketetahi Hut, from which we could enjoy a great view of Lake Taupo. We struck the rest of the way through dense jungle that ended at the parking lot. This was the end of our hike and we returned to the Tongariro Basecamp with our shuttle – which brought us to the starting point in the morning. Here we enjoyed the Finisher-Bundaberg – our Australian national drink from New Zealand. :)

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