Ushuaia – Das vermeintliche Ende der Welt

Wahrheit oder glatt gelogen?

Für die Argentinier ist ihr Fleckchen Erde das Beste vom Besten. Sie haben schließlich den besten Fußballspieler, den größten Staatsbankrott und das beste Fleisch, womit sie ausnahmsweise nicht ganz Unrecht haben, und eben die südlichste Stadt der Welt. Aber was heißt hier südlichste Stadt, Ende der Welt, da kommt nix mehr. Wer in Erdkunde aufgepasst hat, weiß, dass es noch so Städtchen gibt wie Puerto Williams oder Punto Arenas. Aber das ist den Argentiniern egal. Für sie ist und bleibt Ushuaia die südlichste Stadt der Welt, auch wenn das mal glatt gelogen ist.

„Ich geh mit dir wohin du willst,
auch bis ans Ende dieser Welt.“
– Nena –

Der Flug nach Ushuaia dauerte nur knapp 3 Stunden, katapultierte uns jedoch in eine ganz andere Welt. Gerade noch in Buenos Aires bei 30 Grad, begrüßte uns Ushuaia mit einem eisigen Wind und schlappen 6 Grad. Die Stadt ist bekannt für ihr schlechtes Wetter und den Massentourismus. Täglich werden von hier aus die Touristen in ihren dicken und bunten Jacken per Kreuzfahrtschiff zur Antarktis gekarrt. Man könnte fast meinen, sie brechen zu einer monatelangen Expedition auf.

Durch den kleinen Ort, der aussieht wie ein Bergdorf in den Alpen, führt die Hauptverkehrsstraße San-Martín. Hier bekommt man alles für viel Geld. Wie auf eine Perlenkette aufgereiht, findet man rechts und links Restaurants und Outdoorläden, in denen man sich komplett für eine Expedition samt Eispickel und Steigeisen ausrüsten lassen kann. Dazwischen ab und zu ein kleiner Supermarkt für die alltäglichen Dinge des Lebens. Aber nicht vergessen, das alles hat seinen Preis!

Im Hotel angekommen legte sich Tina erstmal auf den Fußboden. Klingt im ersten Moment seltsam, aber durch die Fußbodenheizung war das gerade der wärmste Ort am anderen Ende der Welt. Nachdem wir uns eingerichtet hatten wurden alle Tourmitglieder zum ersten großen „come together“ zusammengetrommelt. Bei Bier und Sandwiches stellte sich jeder vor und wir wurden von Emma und Jaime in das aufregende Abenteuer Overlandtrip eingeweiht.

Am nächsten Morgen starteten wir sehr früh in den sonnigen Tag. Nach einer kurzen Fahrt aus Ushuaia raus überquerten wir mit der Fähre die Magellanstraße. Ob das wohl auch die südlichste Fähre der Welt ist? ;)

Nach unserer ersten Nacht im Zelt irgendwo im Nirgendwo erreichten wir unserer erste von fünf Grenzüberquerungen und machten uns auf in den „Torres del Paine“ Nationalpark.
Mehr zu unserer Zeit im Nationalparkt erfahrt Ihr hier:
https://anti-itchyfeet.com/portfolio/torres-del-paine/

Es grüßen aus der Ferne,
Tina und Andi von Itchy Feet

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