La Paz – Dem Himmel so nah

Mit der Gondel über die Stadt

Beim ersten Blick auf La Paz hatten wir nur einen Gedanken: „Wow, die Stadt ist riesig!“. Der überwiegende Teil von La Paz liegt in einem Tal auf ca. 3.600 Meter Höhe und beherbergt etwa 1,4 Millionen Menschen. Im Süden thront der 6.400 Meter hohe Berg Illimani und wacht über die geschäftige Metropole.

Wir erreichten La Paz mit dem Bus am Nachmittag und bekamen eine erstes Feeling für die Stadt, als wir mit dem Taxi durch die Straßen fuhren. Wir hatten uns am Tag zuvor im gleichen Hostel wie Luisa und Niko eingebucht und wollten die Stadt zusammen erkunden. Bei einer selbstgekochten Gemüse-Reispfanne wurden die kommenden Tage geplant.  

Am nächsten Morgen gab es nach dem gemeinsamen Frühstück einen Moment, in dem wir uns nach unseren Skiern und Snowboards sehnten. Dieser Gedanke ereilte uns, als wir vor der nagelneuen Doppelmeyr Seilbahn standen, welche einmal quer über die ganze Stadt führt. Wir waren so begeistert, dass wir den halben Tag damit verbrachten von Stadtteil zu Stadtteil zu gondeln. In La Paz werden die Seilbahnen als normales Verkehrsmittel eingesetzt und sollen vor allem für den ärmeren Teil der Bevölkerung eine schnelle Möglichkeit sein von A nach B zu kommen. Für schlappe 3 Bolivianos (ca. 40 Cent) ging es für uns hoch nach „El Alto“. Da wir keinen wirklich guten Aussichtspunkt fanden, suchten wir uns eine Alternative und fragten in einem Kiosk, ob wir deren private Terrasse nutzen dürften. Ob es das Lächeln von Andi und Niko oder das Spanisch von Tina und Luisa war, wissen wir nicht, aber wir durften tatsächlich auf die Terrasse und genossen den unglaublichen Blick über die gesamte Stadt.  

Itchy Feet Insider: Da Gondel fahren sehr hungrig macht, folgten wir dem Geruch von Grillhähnchen und landeten im „Pollo a la Lena“ (Calle Belisario Salinas No. 300). Ein saftiges und würziges Hähnchen, das bei offenem Feuer kross gegrillt wird. Bei diesem Anblick überlegten wir nicht lange.  

Mit vollen Bäuchen streiften wir durch die unendlich wirkenden Souvenirshops hinter der Kathedrale und deckten uns mit Kleidung aus 100 % [ ;) ] Alpacka ein. Socken, Mützen und Handschuhe landeten in unserem Gepäck. Mit vollen Taschen und einem Lächeln auf dem Gesicht der Mädels, sollten nun die Jungs auf ihre Kosten kommen und wir buchten bei Baracuda Travel die Mountainbiketour für die Death Road.  

Mehr über unser Abenteuer auf der Death Road könnt ihr hier lesen:
https://anti-itchyfeet.com/portfolio/death-road-camino-de-la-muerta/  

Unseren letzten Tag in La Paz verbrachten wir mit Luisa und Niko im Cafe „El Mundo“ und gönnten uns mal wieder richtig etwas. ;) Vorher kauften wir uns für diesen Abend noch ein Busticket Richtung Cochabamba, um von hier aus nach Trinidad in den Urwald zu fliegen. Da es aber meistens anders kommt als man denkt, saßen wir am nächsten Tag im Flieger nach Rurrenabace. Die kurzfristige Planänderung ergab sich, da ein Angestellter im Hostel uns mit großen Augen anschaute und sagte, „niemand fliegt nach Trinidad, um in den Urwald zu gehen“.  

Ein Glück befolgten wir seinen Rat. Aber mehr zu unserem Dschungelerlebnis gibt es später.  

Es grüßen aus der Ferne,
Tina und Andi von Itchy Feet

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